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News in Kürze

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Neue Adressen, Termine, Innovationen und Wasserstandsmeldungen auf einen Blick

Kohlroulade

Das Team von Nobelhart & Schmutzig widmet sich einem spannenden, sogar spannungsreichen Thema: Was ist eigentlich Heimat? Ihre These: Im Kern geht es um etwas viel Verletzlicheres – um das Bedürfnis nach verlorener Geborgenheit, nach Einfachheit und Wärme. So wie damals an Omas Herd. Und vielleicht lässt sich Heimat ja tatsächlich besser schmecken als definieren. Ab Januar startet die neue Serie „Heimat“ mit einer ganz persönlichen Kindheitserinnerung von Micha Schäfer (Foto): der Kohlroulade. Der zeitlose Klassiker wird von Dienstag bis Donnerstag mit bestem Kalbfleisch, Püree, Sauce, Brot & Butter für 55 € zusätzlich zur regulären Karte serviert. In den Monaten danach erweitert Nobelhart & Schmutzig den Blick über den kartoffelzentrischen Tellerrand hinaus – inspiriert von den Rezepten, Erinnerungen und Lieblingsgerichten der Menschen, mit denen das Team hier in Berlin lebt und arbeitet. Unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Biografien – gekocht mit dem, was die Region hervorbringt.

Nobelhart & Schmutzig, Friedrichstraße 218, Mitte, Tel. 030 25 94 06 10, www.nobelhartundschmutzig.com


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Berlin Food Network
Foto: pewpew.productions Cookies Cream

Es ist Veganuary – und damit der perfekte Monat, pflanzliche Küche neu zu entdecken. Im Cookies Cream gehört sie allerdings das ganze Jahr über zum Programm. Hier steht Gemüse seit jeher im Mittelpunkt und sorgt für Fine Dining auf pflanzlicher Basis, etwa mit Radieschen mit Ponzu und Meerrettich, Chicorée mit Estragon und brauner „Butter“ (Foto) sowie Auberginen mit Karotten und Chili.
Im Schwesterrestaurant Crackers zeigt sich der Veganuary von seiner aromatischen Seite: mit kräftigen Aromen, leichter Schärfe und vielen Kombinationsmöglichkeiten. Zu den veganen Highlights der Küche zählen Mais mit Pimientos, Koriander und Polenta, Steckrübensalat mit Kräutern, Zitrone und Schalotten sowie eine Pilzsuppe; bei den Hauptgerichten stehen Tempura-Blumenkohl mit roten Zwiebeln, Koriander und Zitronengras, Rosenkohl mit Kichererbsen, schwarzen Johannisbeeren und knusprigen Chilis sowie Wirsing mit Champignons, Walnüssen und Kumquats auf der Karte. In beiden Restaurants stehen zudem alkoholfreie Begleitungen als echte Alternative zum Wein zur Auswahl.

Cookies Cream, Behrenstraße 55, Mitte, Tel. 030 680 730 448, www.cookiescream.com

Crackers, Friedrichstraße 158 / Unter den Linden, Mitte, Tel. 030 680 730 488, www.crackersberlin.com


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Cookies Cream
Foto: Der Weinlobbyist Der Weinlobbyist

Der Weinlobbyist lädt dazu ein, den Veganuary in vollen Zügen zu zelebrieren. Für das Team ist der vegane Januar kein Pflichttermin, sondern eine bewusste kulinarische Inspirationsquelle. Die Küche des Weinlobbyisten in Schöneberg präsentiert eigens entwickelte vegane Gerichte, die zeigen, dass rein pflanzliche Küche kein Verzicht, sondern ein eigenständiger, genussvoller Ansatz ist. Auf klassische Ersatzprodukte wird bewusst verzichtet – stattdessen wird auf klare Aromen, spannende Texturen und überraschende Kombinationen gesetzt. Ziel ist es, neue kulinarische Perspektiven zu eröffnen und Lust auf mehr pflanzliche Vielfalt zu machen. Das fünfgängige Menü startet mit einem Goyagurken-Salat mit Wakame-Algen, Quinoa und gerösteten Cashewkernen. Als Hauptgang servieren Küchenchef Tilo Roth und sein Team geschmorten Orangen-Chicorée mit Süßkartoffel, Belugalinsen, Kokos-Curry und wildem Brokkoli, getoppt mit knackigen Erdnüssen.

Der Weinlobbyist, Restaurant & Weinbar, Kolonnenstraße 62, Schöneberg, Tel. 030 30 64 07 72, www.derweinlobbyist.de


Foto: Leonardo Hotels Kristof Mulack

Seit November 2025 hat Kristof Mulack (Foto) als neuer „Gastropate“ das Zepter übernommen. Zuvor prägte Starköchin Graciela Cucchiara das kulinarische Konzept des Hauses. Mulack, bekannt als Gewinner der dritten Staffel der TV-Kochshow „The Taste“, setzt in Köpenick auf das Motto „Neue Berliner Küche – kreativ, regional, kompromisslos“. Der profilierte Küchenchef und kulinarische Berater steht für moderne Interpretationen der Berliner Hausmannskost mit internationalen Einflüssen, klarer Haltung und authentischer Berliner Schnauze. Beim Beats & Brunch können Gäste seine Kreationen genießen – etwa Hackepeter-Tatar mit gebackenem Kapernapfel und Senf, Thai-Currywurst-Sticks mit scharfer Currysauce und Frühlingslauch oder Blutwurst-Kroketten mit geräuchertem Apfelmus. Auch für klassische Frühstücksfans ist mit einer Auswahl an bewährten Frühstücksgerichten gesorgt. Der „Beats & Brunch“ findet jeweils am letzten Sonntag im Monat von 12.30 bis 15.30 Uhr statt.

Clash Kitchens & Bar, NYX Hotel Berlin Köpenick, Grünauer Straße 1, Köpenick, www.instagram.com/clashberlinkoepenick


Foto: Angelina Jagsch W66

Die Museumsgastronomie hat es nicht leicht. Das musste auch Christian Wilke erfahren, der Betreiber des W66, dem Restaurant im Museum für Kommunikation. Doch inzwischen geht es mit neuer Küchencrew weiter. Neben der regulären Speisekarte bietet das W66 jedes Wochenende samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr einen nordisch inspirierten Brunch an: So wird im „Nordic Shakshuka“ (Foto) das bekannte Gericht mit Bio-Eiern, Spinat, Lauch, Sumak-Panko, Hirtenkäse und Wildkräutern neu interpretiert, bei „Eggs Benedict Smørrebrød“ (großes Foto oben) kommen Roggenbrot, Zitrus-Lachsforelle, Blattspinat, Kapernäpfel, Algenkaviar und Dill-Hollandaise zum Einsatz. Für Kinder stehen Pasta, hausgemachte Nuggets oder Fischstäbchen mit Pommes zur Auswahl.

W66 im Museum für Kommunikation, Leipziger Straße 16, Mitte, www.w66berlin.com, Di-So 10-17 Uhr


Foto: Marie Staggat Der Kleine August

So viel Weinbar war in Berlin noch nie – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Stadt das Ausgehen nicht verlernt hat: sich bei Wein und kleinen Gerichten zu treffen, zu reden, zu genießen. Jüngster Beweis ist Der Kleine August, eine französisch geprägte Weinbar direkt neben Clärchens Ballhaus. Die räumliche Nähe ist kein Zufall. Verantwortlich zeichnet die Berlin Hospi­tality Group, die auch das Clärchens, die Gastronomie des Fotografiska sowie das Ember betreibt. Im jüngsten Projekt der Gruppe zeigt sich eine klare, pragmatische Philosophie: Präsentiert wird das Beste aus der Wein­welt – mit Fokus auf Handwerk, Herkunft und Charakter. Dazu gibt es eine kleine, präzise gesetzte Speisenaus­wahl, die jedes Glas begleitet. Der Kleine August ist kein Ort der Eile, sondern einer für Entdeckungen, Gespräche und Weine, die man sonst kaum findet.

Der Kleine August, Auguststraße 23, Mitte, www.derkleineaugust.de, Di-Sa ab 17 Uhr


Tupac

Vor einem Jahr schloss das Restaurant in der Hagelberger Straße seine Pforten. Nun wagt das Team um Ariel Peralta einen Neustart – mit neuem Ambiente und einer überarbeiteten Speisekarte. Im Tupac geht es künftig etwas legerer zu. Ein kleiner Vorgeschmack auf die neue Karte: Dort stehen unter anderem Causaki – knusprig gebratener Fisch und gewürzte Kartoffeln, in Nori gewickelt, serviert mit einer Sauce im Ceviche-Stil – oder das legendäre Pollo, ein halbes gebratenes Hähnchen aus Getreidemast mit Pfifferlingen und geröstetem Flügeljus.

Tupac, Oranienstraße 170, Kreuzberg, www.tupacberlin.com, Di-Sa 18-23 Uhr


Pizzarama

Römische Pizza? In Italien heißt sie Pizza al taglio – und genau darauf hat sich das Pizzarama spezialisiert. Die rechteckigen Pizzen werden in großen Blechen gebacken, nach Sorte und Wunsch in Stücke geschnitten und nach Gewicht verkauft. „Pizza with Sound“ nennt Amit das Konzept. Er ist einer der Söhne des Familienbetriebs, zu dem außerdem Bruder Michael und die Eltern Leon und Sigalit Alcalai gehören. Vater Leon ist Pizzaiolo mit 19 Jahren Erfahrung, die er in verschiedenen Metropolen gesammelt hat – nun also in Berlin. Der Teig besteht aus einer Mischung von Tipo-00-Mehl und Hartweizengrieß und fermentiert 48 bis 72 Stunden. Gebacken wird in einem Castelli-Ofen, der speziell für diese Art von Pizza entwickelt wurde. „Der einzige in Berlin“, betonen die Brüder – ein Glücksfund, wie sie erzählen. Die meisten Zutaten stammen aus Italien. Besonders beliebt sind Varianten mit Salami, Pancetta, Guanciale und Pecorino. Ein Großteil des Sortiments ist vegetarisch, vegane Optionen gibt es vor allem am Wochenende. Der Name Pizzarama verweist auf die Fülle an Sorten, die in der Theke präsentiert werden – ein Anblick, der sofort Lust macht, alles zu probieren. Ein Muss ist die Schiacciata: einmal belegt mit Mortadella, einmal mit hausgemachtem Pistazien-Pesto – letztere, die vegetarische Version, ist der persönliche Favorit. Die Einrichtung wirkt modern und einladend. Ob für den schnellen Snack oder längeren Aufenthalt – beides funktioniert wunderbar. Besonders sehenswert ist das Wandgemälde von Oska Wald, eigentlich Musiker und Mitglied der Punkband Die Verlierer, das neben Berliner Szenemotiven auch Porträts der Familie zeigt.

Pizzarama, Kastanienallee 58, Mitte, www.instagram.com/pizzaramaofficial


Foto: Lucky Leek Lucky Leek

Überraschung! Kürzlich veröffentlichte „50 Best“ auf seiner Website eine Liste der 11 besten vegetarischen und veganen Restaurants Europas. Und siehe da – das Lucky Leek war darunter, ebenso wie das Seven Swans in Frankfurt. Die Erinnerung an den letzten Besuch war schon etwas verblasst. Chefin Josita Hartanto (Foto) eröffnete ihr rein pflanzliches Restaurant 2011 und gehörte zu den ersten, die Berlin als Destination für Vegetarier*innen und Veganer*innen mitprägten. Beim erneuten Besuch überzeugten vor allem die Karottenquiche, die Buchweizen-Crespelle und die Topfen-Gnocchi. Nur eine Frage bleibt: Hätten nicht auch das Cookies Cream und das Oukan einen Platz auf der 50 Best-Liste verdient?

Lucky Leek, Kollwitzstraße 54, Prenzlauer Berg, www.lucky-leek.com, Mi-So ab 18 Uhr


Foto: Miriam Millán Ora

Das Ora zählt seit Langem zu unseren Favoriten, um sich mit Freund*innen zu treffen. Immer wieder taucht das Gerücht auf, dass man dort auch gut mittagessen kann. Also machen wir uns an einem Freitag um 13 Uhr auf nach Kreuzberg. Das aktuelle Lunch-Angebot im Restaurant Ora wird in der Winterzeit von Theke, dem Schwesterrestaurant, gestaltet. Dahinter steht Alan Micks, Küchenchef des Michelberger Hotels. Wer dort schon einmal im Sommer in der Theke war, weiß: Das kann nicht schlecht sein. Auf den Tisch kommen Leberkäse in der Semmel mit feinem Dip (Foto), Gnocchi in Käserahm-Sauce, Hähnchenschnitzel und sogar Zunge. Natürlich gibt es auch vegetarische Alternativen – doch heute steht uns der Sinn nicht danach. Restaurantleiter Giorgio Pirrone schenkt uns einen passenden Weißwein ein, der so gut harmoniert, dass wir mehr davon trinken, als uns bewusst ist – und den Namen des Weins leider vergessen. Das holen wir beim nächsten Mal nach. Wieder freitags, um die vergangene Woche zu feiern.

Ora, Oranienplatz 14, Kreuzberg, www.ora.berlin, Lunch Do-Sa 12-15 Uhr, Dinner Di-Sa ab 17 Uhr


Verōnika

Ein weiterer Beweis dafür, dass Berlin die Brunchmetropole ist. Jetzt bereichert The ART of Brunch den Sonntag ab 11 Uhr im Restaurant Verōnika. Ein sorgfältig kuratiertes Angebot aus Frühstücks- und Brunchklassikern, frischen Leckereien und liebevollen Details lädt zu einem entspannten, genussvollen Start in den Tag ein. Zum Auftakt rollt der Servierwagen mit frischem Gebäck an den Tisch, begleitet von einem prickelnden Mimosa. Danach folgt ein Gericht aus der Brunchkarte sowie ein Dessert – alles zusammen für 39 €. Darüber hinaus stehen Beilagen, Meeresfrüchte, Kaffee und Signature Cocktails à la carte zur Verfügung. Wer Genuss mit Kunst verbinden möchte, bucht den Brunch inklusive Museumsticket für 49 € – und darf sein Getränk entspannt mit auf den Rundgang nehmen. Mit wechselnden Ausstellungen, die neue Perspektiven eröffnen und Gespräche anstoßen, wird der Sonntag im Fotografiska Berlin zu einem Erlebnis für alle Sinne.

Verōnika by Fotografiska, Oranienburger Straße 56, Mitte, www.veronikaberlin.com


Luna D’Oro

„Schnitzel geht immer!“ – das ist der Grundsatz einer befreundeten Journalistin. Und vielleicht hat sie damit gar nicht so unrecht. Wenn sich Küchenchef Tobias Beck diesem Objekt der Begierde widmet, kann es nur gut werden. So heißt es nun: Sonntag ist Schnitzeltag im Luna! Ab 17 Uhr steht der Sonntag im Luna D’Oro ganz im Zeichen des goldbraunen Klassikers. Natürlich fehlen auch die Favoriten nicht – etwa die frittierten Spreewaldgurken, die perfekt zu einem Wiener- oder panierten Schweineschnitzel passen, ebenso wie zum feinen Sellerie-Schnitzel.

Restaurant Luna D’Oro im Clärchens Ballhaus, Auguststraße 24/25, Mitte, www.claerchensball.haus/restaurant