Foto: Steffen Sinzinger
Und weiter geht es mit dem Erfolgskurs im Saint Farah. Die Frühlings-Terrasse mit einem neuem Sharing-Menü ist eröffnet. Hier kommen Olivenbäume, Kräuter, blaue Stahlpergola, Terrassenbar, offene Küche und handbemalte Fliesentische zusammen. Kulinarisch führt Chef Nadav Kundel seine mediterran geprägte Küche weiter. Auf der Karte stehen Sharing-Gerichte wie gegrillte Nektarinen mit Stracciatella und Prosciutto, geschmorter Schweinebauch mit Karotten-Senf-Püree, weiße Bohnen mit Seeteufel oder Yellowtail-Carpaccio mit Mojo-Verde-Sauce und eingelegtem Rhabarber. Für das süße Finale sorgt Pastry-Chefin Roni Shtriker mit täglich wechselnden Eis-am-Stiel-Kreationen, etwa Butter-Croissant-Eis, Milk-Tea-Eis oder veganem Mango-Eis. Dazu kommen leichte Weiß- und Roséweine vom Fass, hausgemachte Gazoz-Softdrinks und saisonale Cocktails wie ein Summer Negroni oder eine neu interpretierte Piña Colada.
Saint Farah, Weinbergsweg 8a, Mitte, www.saintfarah.de, Di-Sa ab 17 Uhr
Foto: William Krause
Dufte ist ein Ort ohne Eintritt und ohne Verzehrzwang: Im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Kant-Garagenpalasts betreiben vier unabhängige Küchen, zwei Bars, ein Café, ein Biergarten und eine Galerie einen gemeinsamen Ort. Geöffnet ist dienstags bis samstags, vom frühen Morgen bis Mitternacht, bei Sonne sitzt man draußen auf 300 Quadratmetern Biergarten, bei Regen auf rund 1.000 Quadratmetern Innenfläche. Das „Café Dufte“ öffnet ab 8.30 Uhr unter anderem mit Stullen auf Sauerteigbrot vom Domberger Brot-Werk. Die vier Küchen und beide Bars öffnen ab 11.30 Uhr. Dienstags bis freitags bieten alle vier Küchen einen Mittagstisch für 10 € an: handgemachte Pasta bei „Mani in Pasta“, levantinische Küche bei „Abuya – Hummus Culture“, indisch-mexikanische Fusion bei „The Curried Cactus“ und moderne deutsche Küche bei „tacho“. Samstags zwischen 15 und 18 Uhr gibt es die Berliner Auster: Austern mit Sekt oder Mettbrötchen mit Fassbier. Die „Galerie POLLAK“ zeigt im vorderen Teil der Fläche monatlich wechselnde Ausstellungen, eröffnet jeweils mit einer Vernissage. Hinzu kommen Artist Talks und Pop-up-Formate. Zur WM zeigt Dufte die entscheidenden Spiele bis zum Finale am 19. Juli, für das Dufte ausnahmsweise auch am Sonntag öffnet. Zu den Übertragungen gehört natürlich auch das passende Bier: Am Dufte-Tresen stehen acht Biere vom Hahn zur Auswahl, ausschließlich von kleinen, unabhängigen Brauereien. Und im Juli wird aus dem Frischbier-Freitag der Freibier-Freitag: Jeden Freitag um 18 Uhr wird ein Holzfass angestochen, dessen Inhalt aufs Haus geht, solange der Vorrat reicht.
Dufte im Kant-Garagenpalast, Kantstraße 127, Charlottenburg, www.dufteberlin.com
Foto: Claudia Gödke
Zwischen Sauerteigbrot und Sterneküche, Streetfood und Fine Dining. Mit Brot & Austern startet Food-Expertin Felicitas Then am 29. Juni einen Podcast, der sich den großen und kleinen Fragen der Gastro-Welt widmet – und dabei genussvoll zwischen Hype und Handwerk pendelt. Nach Reisen in über 60 Länder nimmt Then aktuelle Food-Trends unter die Lupe: Was bleibt, was kann weg? Antworten sucht sie im Gespräch mit Gästen aus der Szene. Zum Auftakt trifft sie „DJ Alle Farben“ und diskutiert, ob auf Festivals künftig mehr als Currywurst und Pommes auf den Teller kommt. Weitere Folgen widmen sich der neuen chinesischen Küche mit Food-Bloggerin Sissi Chen, der Ästhetik moderner Caterings mit „Studio Schmaus“ sowie der Frage, wie relevant Michelin-Sterne im Zeitalter von Social Media noch sind – diskutiert mit „Sternefresser“ Kai. Der Podcast richtet sich an alle, die sich für Essen begeistern – vom Branchenprofi bis zum neugierigen Foodie. Neue Folgen erscheinen montags im Zweiwochenrhythmus auf allen gängigen Plattformen, zusätzlich auch als Video auf YouTube.
Brot & Austern, der Gastro-Trend-Podcast mit Felicitas Then, www.youtube.com/felicitasthen
Foto: Luis Koppelkamm
Was einst mit Pop-up-Dinnern begann, hat sich zu einer vielseitigen kulinarischen Marke entwickelt – von Catering über Museumsgastronomie bis hin zu Consulting. Herzstück bleibt die Barkin’ Kitchen, die nun ein neues Kapitel aufschlägt. Zum 12-jährigen Jubiläum erweitert Bark Berlin sein gastronomisches Angebot. Die Barkin’ Kitchen in Kreuzberg öffnet ab diesem Monat erstmals auch abends – als Barkin’s Fine Diner. Für das Abendkonzept zeichnet Küchenchef Jan Rzehak verantwortlich (Foto, links, mit Antonio Rilling und Frederik Jagla). Der 37-Jährige, ausgebildet im Fischers Fritz unter Christian Lohse, war unter anderem im Cookies Cream, Tisk sowie zuletzt im Faelt tätig. Seine Küche setzt auf hochwertige Produkte, Saisonalität und eine kreative, zugleich zugängliche Handschrift. Auf der Terrasse oder im kühlen Innenraum wird donnerstags und freitags ab 18 Uhr eine wechselnde À-la-carte-Karte mit international inspirierten Gerichten zum Teilen serviert. Beispiele sind Senfeier im Onsen-Style mit Schaum und Buchweizen, Rhabarber-Ceviche mit Buttermilch und Wildkräutern oder eine Pastrami-Stulle mit Kraut und Senf. Hauptgerichte wie Short-Rib-Gulasch mit Zwiebeln und Kartoffelschaum oder der scharfe Sellerie-Döner mit Kräutern und Knoblauch ergänzen das Angebot. Vorspeisen starten bei unter 16 €, Hauptgerichte liegen bei rund 19 €. Und mit dem Code Finewining wird ein Glas Wein oder alternativ ein Aperitif zum Ankommen ausgeschenkt – einfach das Passwort der netten Bedienung geben.
Barkin’ Kitchen, Glogauer Straße 7, Kreuzberg, www.barkberlin.com
KWA zum Zweiten! Kebap with Attitude hat nach Mitte nun auch im Bergmannkiez in Kreuzberg eröffnet und bringt damit sein New-Wave-Verständnis des Klassikers in einen der härtesten Döner-Kieze der Stadt. Auf die Hand gibt es hier zwar immer noch, aber mit deutlich mehr Anspruch: Freilandfleisch, hausgemachte Saucen, vegetarische und vegane Optionen sowie ein insgesamt eher nach Casual Dining als nach Imbiss klingendes Konzept. Der Döner kommt raus aus der schnellen Ecke – und bekommt mehr Bühne. Das zeigt sich auch im Raum: Statt Drehspieß-Charme setzt der neue Standort auf ein reduziertes, designorientiertes Interieur, ergänzt durch eine Terrasse für sonnige Tage.
Kebap with Attitude,
Bergmannstraße 5, Kreuzberg (im Innenhof, die Rolltreppe hoch), www.kebapyourlife.de
Foto: Joss Andres
Die X-Berg Duck lässt sinnbildlich Federn. Das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Signature Dish bekommt ab dem 3. Juli eine sommerlich-leichte Interpretation: Die X-Berg Summer Duck 2.0 (oder die vegane Summer-Vuck) wird vom Team rund um Philipp Vogel und Küchenchef Kevin von Werthern als Fünf-Gang-Menü serviert und trägt natürlich jene unverwechselbare kulinarische Handschrift, die schon das Original zum Kultgericht machte. Los geht es mit einem geeisten Enten-Dashi, kalt geliert mit Rahm und Kaviar. Darauf folgt die Entenhaut, die am Tisch tranchiert wird und die sich die Gäste gemeinsam mit verschiedenen Toppings in Pancakes einwickeln können. Im dritten Gang kommt eine Sommerrolle mit Koriander, Thaibasilikum, Minze, frischer Gurke, grüner Paprika, Crispy Chili und BBQ-Keule von der Ente auf den Teller (Foto). Ein Sorbet mit gegrillter Ananas und Thaibasilikum dient als Palate Cleanser, bevor der letzte Gang serviert wird: Die Brust vom Grill mit einer Sauce aus Zitronengras, Szechuan und Honig, dazu Pak Choi, Gurken und gedämpfter Reis. Die X-Berg Summer Duck wird bis voraussichtlich Mitte September zum regulären Menüpreis von 89 € pro Person angeboten. Das Menü ist immer für zwei Personen konzipiert, wer die Ente allein bestellt, zahlt 109 €.
Orania.Berlin, Oranienplatz 17, Kreuzberg, www.orania.berlin, 89 € p.P.
Foto: Selina Schrader
Zum 25-jährigen Jubiläum blickt das Berliner 2-Sterne-Restaurant FACIL nicht nur zurück, sondern macht seine Geschichte erstmals auch hörbar. Mit dem Podcast 25 Jahre FACIL – 2 Sterne und ein Team startet am 24. Juni eine sechsteilige Reihe über eines der beständigsten Restaurantteams der Stadt. Seit der Eröffnung im Jahr 2001 im The Mandala Hotel am Potsdamer Platz steht das FACIL für Kontinuität in einer sonst schnelllebigen Branche. Schlüsselpositionen sind hier seit vielen Jahren – teils seit Beginn – konstant besetzt, darunter Küchenchef Joachim Gerner, Patissier Thomas Yoshida, Restaurantleiter Manuel E. Finster, Sommelier Felix Voges und Küchendirektor Michael Kempf. Im Zweiwochenrhythmus spricht der Berliner Journalist und Radiomoderator Reiner Veit (Foto, Mitte) mit prägenden Persönlichkeiten des Hauses über Anfänge, Entwicklungen und die besondere Zusammenarbeit hinter den Kulissen. Den Auftakt bilden Gespräche mit den Geschäftsführern Lutz Hesse (links) und Christian Andresen (rechts) über die Entstehung des Restaurants. Weitere Folgen widmen sich unter anderem Küche, Patisserie sowie Service und Sommelerie. Die rund 30 bis 45 Minuten langen Episoden erscheinen ab dem 24. Juni alle 14 Tage auf gängigen Podcast-Plattformen sowie über die Website des FACIL.
FACIL, Potsdamer Straße 3, Tiergarten, www.facil.de
Foto: Juliane Eirich
Die Kolonnadenbar ist zurück: Bis 30. August wird der Kolonnadenhof auf der Museumsinsel erneut zur Open-Air-Bühne für das Sommerfestival by Vagabund. Anlass ist das 200-jährige Jubiläum der Museumsinsel. Über 50 kostenfreie Veranstaltungen bringen Musik, Performance und zeitgenössische Kunst zusammen – mit Berliner und internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Ergänzt wird das Programm durch DJ-Sets, Talks und Workshops. Neben Kultur gibt es Drinks und das eigens gebraute Jubiläumsbier „Wissensdurst“. Geöffnet ist mittwochs und donnerstags von 16 bis 22 Uhr, freitags bis sonntags von 12 bis 22 Uhr.
Kolonnadenbar by Vagabund im Kolonnadenhof auf der Museumsinsel, Bodestraße 1–3, Mitte, www.vagabund.de/gastronomy/kolonnadenbar
Foto: Nils Hasenau
Beim MAW Ladies Lunch 2026 im Restaurant Tim Raue stand ein Thema im Mittelpunkt, das aktueller kaum sein könnte: die Sichtbarkeit von Frauen. Gastgeberin und Unternehmerin Marie-Anne Wild (Foto) versammelte bereits zum achten Mal rund 70 inspirierende Frauen aus Gastronomie, Kultur, Medien, Wirtschaft und Wissenschaft in Berlin, darunter bekannte Namen aus Küche, Kunst, Journalismus und Film. „Es ist etwas ganz Besonderes, so viele beeindruckende Frauen an einem Tisch zu versammeln, Frauen, die inspirieren, bewegen und gestalten“, so Marie-Anne Wild über den diesjährigen Lunch. In der besonderen Atmosphäre des Restaurants entstand ein Raum, der genau das ermöglichte, worum es ging: sichtbar sein, gehört werden und sich gegenseitig stärken. Offene Gespräche, persönliche Einblicke und ein ehrlicher Austausch prägten den Mittag. Viele der Gäste teilten ähnliche Erfahrungen rund um Anerkennung, Wahrnehmung und berufliche Präsenz. „Für mich stand in diesem Jahr die Sichtbarkeit von Frauen im Mittelpunkt, und es hat mich bewegt zu sehen, wie präsent dieses Thema in unseren Gesprächen war“, so Wild weiter. Der Ladies Lunch wurde so einmal mehr zu einer Plattform für Vernetzung, Inspiration und Empowerment. Begleitet wurde das Event von einem eigens von Tim Raue kreierten Menü, von Grapefruit Salat über Caviar & Cream Pasta bis hin zur Peking Ente Frühlingsrolle und Bananensplit, sowie dem exklusiven Haus-Champagner „Cuvée Marie Anne Sauvage“. Abgerundet wurde das Erlebnis durch die Sounds der Berliner DJ Clarice, florale Inszenierungen von Marsano und den gewohnt herzlichen Service. Der MAW Ladies Lunch findet einmal jährlich als persönliche Einladung von Marie-Anne Wild statt und schafft jedes Jahr aufs Neue einen Rahmen, in dem Frauen sich begegnen, austauschen und sichtbar werden.
Restaurant Tim Raue, Rudi-Dutschke-Straße 26, Kreuzberg, www.tim-raue.com
Und weiter geht es mit dem Expansionskurs von Milano Vice in Berlin. In Neukölln hat die Pizza-Brand ihren neuen Store in der Hermannstraße eröffnet, weitere Locations in der Oranienstraße in Kreuzberg und auf der Kantstraße in Charlottenburg folgen in den kommenden Monaten. Der neue Store setzt optisch ein klares Kiez-Statement: Gemeinsam mit dem Berliner Graffiti-Künstler Martín Andrés Gómez Mercado entstand eine individuelle Wandgestaltung, die Design, Popkultur und urbanen Lifestyle zusammenbringt – passend zum Charakter der Hermannstraße. Kulinarisch bleibt Milano Vice seiner Linie treu: 24 Stunden gereifter Pinsa-Teig, Mutti-Tomatensauce, Klassiker wie Margherita oder Salami Sensation, vegane Optionen, wechselnde Specials, hauseigene Hot Honey Sauce, verschiedene Dips und ausgewählte Merch-Produkte stehen auf der Karte.
Milano Vice, Hermannstraße 174, Neukölln, www.milano-vice.de, So–Do 11–0 Uhr, Fr+Sa 11–2 Uhr
Foto: © Osmans Töchter
In der Pappelallee im Prenzlauer Berg begann vor 14 Jahren die Geschichte von Osmans Töchter. Das Restaurant hat sich seither zu einer der prägendsten Adressen für türkische Küche in Berlin entwickelt. Die Gründerinnen Arzu Bulut und Lale Yanık stellten sich über Jahre den Herausforderungen der Branche, bis Yanık beschloss, einen anderen Weg einzuschlagen. Die Verbindung bleibt: Sie ist weiterhin Teil der Geschichte von Osmans Töchter. Heute führt Arzu Bulut Osmans Töchter allein weiter – und schlägt ein neues Kapitel auf. Auf dem Gelände der historischen Bötzow-Brauerei an der Prenzlauer Allee eröffnet sie den bislang größten Standort. Eine konsequente Weiterentwicklung: größer gedacht, tiefer verwurzelt. Auch visuell wird dieser Schritt sichtbar. Das überarbeitete Markenbild und das neue Logo, in dem die Şahmaran eine zentrale Rolle spielt, bringen auf den Punkt, wofür Osmans Töchter heute steht: ein Ort mit klarer Herkunft und offenem Blick nach vorn. Nah an der gewachsenen Community, zugleich offen für ein breiteres Publikum. Das neue Restaurant bietet ein lichtdurchflutetes Ambiente mit rund 100 Sitzplätzen im Gastraum, eine eigene Bar mit etwa 25 Plätzen sowie eine Außenterrasse mit Blick auf den Berliner Fernsehturm.
Osmans Töchter in der Bötzow-Brauerei, Prenzlauer Allee 242-247, Prenzlauer Berg, www.osmanstoechter.de
Foto: BRLO
BRLO Charlottenburg nimmt das Mittagessen ernst. Ab sofort gibt es von Dienstag bis Freitag von 12 bis 15 Uhr einen festen Lunch-Deal für 12 € – Essen und Getränk inklusive. Was bislang nur freitags möglich war, wird damit zum wöchentlichen Ritual. Auf der kompakten Karte stehen fünf Optionen im typischen BRLO-Comfort-Food-Stil: vom Viertel-Hähnchen über Crispy Chicken Burger und Caesar Salad bis zu Fried Chicken oder Cauliflower Wings, jeweils mit Beilage. Dazu kommt ein BRLO-Getränk nach Wahl, etwa Bier, Cider, Fassbrause, Kombucha oder ein Softdrink.
BRLO Charlottenburg, Giesebrechtstraße 15, Charlottenburg, www.brlo.de/gastronomien/brlo-charlottenburg
Foto: Darius Ramazani
Was für eine großartige Idee! Die Yumcha Heroes bekommen Zuwachs – und zwar gleich dreifach: Su Jun, Chen June und Bing Wu stehen seit über zehn Jahren in der kleinen Produktionsküche und zaubern die berühmten Teigtaschen. Jetzt erhalten sie endlich die Anerkennung, die sie verdienen: Sie werden am Unternehmen beteiligt. Ein mutiger Schritt, initiiert von Restaurantleiter Mirsad „Mime“ Mujanovic, der seit 2010 Teil des Teams ist. Damals lernte er Anjelo Nguyen kennen, der als Kellner begann. Sechzehn Jahre später haben die beiden Freunde im vergangenen November das Lokal von den bisherigen Eigentümern Axel Burbacher und Guanfeng Guan übernommen. Zur Feier dieser neuen Ära haben Mime, Anjelo und die drei Damen eine frische Speisekarte entwickelt. Das Herzstück: „The Ladies’ Platter“ (Foto). Der 46 Zentimeter große Dampfkorb für zwei bietet eine Auswahl an Gerichten, darunter vegane und vegetarische Optionen. Von Mrs. Chens „Blue Pearl“-Teigtaschen – zarte Garnelenteigtaschen nach kantonesischer Art in hauchblauem Reisteig – über honigglasierte Spareribs mit Bok Choy und Ingwer-Sojasauce bis hin zu Shumai mit Orange-Garnele und schwarzem Rindfleisch. Und neben der „Damenplatte“ warten viele weitere neue Kreationen darauf, entdeckt zu werden.
Yumcha Heroes, Weinbergsweg 8, Mitte, www.yumchaheroes.com, Mo-Sa 12-23 Uhr, So 12-21 Uhr
Das Moon Exquisite lädt jeden Samstag und Sonntag zu einem stilvollen Brunch-Erlebnis direkt an der Spree ein. Das Konzept verbindet klassische Brunch-Elemente mit einem modernen, asiatisch inspirierten Twist. Gäste erwartet unter anderem „Green Garden Salmon“ mit Avocadocreme, Kimchi-Mayo und hausgebeiztem Lachs sowie raffinierte Kombinationen wie Burrata mit Thai-Basilikum und Olivenöl. Auch Klassiker wie Eggs Benedict werden neu interpretiert und mit feinen, überraschenden Nuancen veredelt. Ergänzt wird das Angebot durch ausgewählte Aperitif-Häppchen, süße Kreationen runden das kulinarische Erlebnis ab. Ein besonderes Highlight ist der optional buchbare Champagner-Brunch: In Kooperation mit De Saint Gall wird ein exklusives Special angeboten – ein Glas Champagner für 12 € oder eine Flasche für 68 € – und verleiht dem Brunch eine zusätzliche luxuriöse Note.
Moon Exquisite, Spreeufer 2, Mitte, www.moonexquisite-berlin.com
Foto: Marie Staggat
So viel Weinbar war in Berlin noch nie – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Stadt das Ausgehen nicht verlernt hat: sich bei Wein und kleinen Gerichten zu treffen, zu reden, zu genießen. Jüngster Beweis ist Der Kleine August, eine französisch geprägte Weinbar direkt neben Clärchens Ballhaus. Die räumliche Nähe ist kein Zufall. Verantwortlich zeichnet die Berlin Hospitality Group, die auch das Clärchens, die Gastronomie des Fotografiska sowie das Ember betreibt. Im jüngsten Projekt der Gruppe zeigt sich eine klare, pragmatische Philosophie: Präsentiert wird das Beste aus der Weinwelt – mit Fokus auf Handwerk, Herkunft und Charakter. Dazu gibt es eine kleine, präzise gesetzte Speisenauswahl, die jedes Glas begleitet. Der Kleine August ist kein Ort der Eile, sondern einer für Entdeckungen, Gespräche und Weine, die man sonst kaum findet.
Der Kleine August, Auguststraße 23, Mitte, www.derkleineaugust.de, Di-Sa ab 17 Uhr
Römische Pizza? In Italien heißt sie Pizza al taglio – und genau darauf hat sich das Pizzarama spezialisiert. Die rechteckigen Pizzen werden in großen Blechen gebacken, nach Sorte und Wunsch in Stücke geschnitten und nach Gewicht verkauft. „Pizza with Sound“ nennt Amit das Konzept. Er ist einer der Söhne des Familienbetriebs, zu dem außerdem Bruder Michael und die Eltern Leon und Sigalit Alcalai gehören. Vater Leon ist Pizzaiolo mit 19 Jahren Erfahrung, die er in verschiedenen Metropolen gesammelt hat – nun also in Berlin. Der Teig besteht aus einer Mischung von Tipo-00-Mehl und Hartweizengrieß und fermentiert 48 bis 72 Stunden. Gebacken wird in einem Castelli-Ofen, der speziell für diese Art von Pizza entwickelt wurde. „Der einzige in Berlin“, betonen die Brüder – ein Glücksfund, wie sie erzählen. Die meisten Zutaten stammen aus Italien. Besonders beliebt sind Varianten mit Salami, Pancetta, Guanciale und Pecorino. Ein Großteil des Sortiments ist vegetarisch, vegane Optionen gibt es vor allem am Wochenende. Der Name Pizzarama verweist auf die Fülle an Sorten, die in der Theke präsentiert werden – ein Anblick, der sofort Lust macht, alles zu probieren. Ein Muss ist die Schiacciata: einmal belegt mit Mortadella, einmal mit hausgemachtem Pistazien-Pesto – letztere, die vegetarische Version, ist der persönliche Favorit. Die Einrichtung wirkt modern und einladend. Ob für den schnellen Snack oder längeren Aufenthalt – beides funktioniert wunderbar. Besonders sehenswert ist das Wandgemälde von Oska Wald, eigentlich Musiker und Mitglied der Punkband Die Verlierer, das neben Berliner Szenemotiven auch Porträts der Familie zeigt.
Pizzarama, Kastanienallee 58, Mitte, www.instagram.com/pizzaramaofficial
Foto: Miriam Millán
Das Ora zählt seit Langem zu unseren Favoriten, um sich mit Freund*innen zu treffen. Immer wieder taucht das Gerücht auf, dass man dort auch gut mittagessen kann. Also machen wir uns an einem Freitag um 13 Uhr auf nach Kreuzberg. Das aktuelle Lunch-Angebot im Restaurant Ora wird freitags und samstags von Theke, dem Schwesterrestaurant, gestaltet. Dahinter steht Alan Micks, Küchenchef des Michelberger Hotels. Wer dort schon einmal im Sommer in der Theke war, weiß: Das kann nicht schlecht sein. Auf den Tisch kommen Leberkäse in der Semmel mit feinem Dip (Foto), Gnocchi in Käserahm-Sauce, Hähnchenschnitzel und sogar Zunge. Natürlich gibt es auch vegetarische Alternativen – doch heute steht uns der Sinn nicht danach. Restaurantleiter Giorgio Pirrone schenkt uns einen passenden Weißwein ein, der so gut harmoniert, dass wir mehr davon trinken, als uns bewusst ist – und den Namen des Weins leider vergessen. Das holen wir beim nächsten Mal nach. Wieder freitags, um die vergangene Woche zu feiern.
Ora, Oranienplatz 14, Kreuzberg, www.ora.berlin, Lunch Fr+Sa 12-14.30 Uhr, Dinner Di-Sa ab 17 Uhr