News in Kürze

News in Kürze

Neue Adressen, Termine, Innovationen und Wasserstandsmeldungen auf einen Blick

Foto: Rockstar Media OkSoberfest

Am 10. und 11. Oktober findet erstmals in Berlin das komplett alkoholfreie Festival „OkSoberfest“ statt (siehe dazu auch unser Interview mit Alexander van Hessen). Brauereien und Getränke-Start-ups präsentieren alkoholfreie Trends und Alternativen. Parallel wird auf der Bühne und auf verschiedenen Aktionsflächen für Unterhaltung gesorgt. Beide Haupt-Acts, DJ Tomekk und Marc Terenzi, leben selbst seit mehreren Jahren alkoholfrei. Das wird geboten: 26 Ausstellende, 100+ alkoholfreie Produkte, 7 Sportaktivitäten (Yoga, Solo-Padel, HIIT Workout, Beerpong alkoholfrei, Darts, Mini-Tischtennis, eSports Lounge), 6 Sonderformate und Aktionsflächen (Disco Späti, Sober Brunch Club, Nullkommanull Biergarten, Founders League Startup-Pitch, Klara Awards Verleihung, Kids Playground). Und diese Künstler sind live auf der Bühne: Marc Terenzi, DJ Tomekk, Michael Nast, Sebastian Klussmann, Stumpen mit Kind & Kegel, Knicki & Kröte und DJ Gideon. Programm und Tickets nur auf www.oksoberfest.de, keine Tageskasse.

OkSoberfest 2026
Samstag, den 10. und Sonntag, den 11. Oktober von 12 bis 19 Uhr, www.oksoberfest.de, Tagestickets gibts für 12 € inkl. 1 alkoholfreiem Freibier, Wochenendticket für 14,99 €. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt (ohne Freibier).
In der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg, www.kesselhaus.net

Wir verlosen 3 x 2 Wochenendtickets für das OkSoberfest

Bitte beantworten Sie folgende Frage: Wie viele Ausstellende sind auf dem OkSoberfest vertreten?
Ihre Antwort mit Absenderadresse können Sie hier per E-Mail senden. Einsendeschluss ist Mittwoch, der 7. Oktober, 17 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.



Yumcha Heroes Manufaktur

Frisch gefaltet, durchs Fenster! Im Prenzlauer Berg gibt es jetzt mittwochs bis sonntags von 12 bis 18 Uhr handgemachte Dumplings direkt aus der Manufaktur: Yumcha Heroes öffnet in der Dunckerstraße eine kleine Durchreiche für heiße Teigtaschen, Eistee und Vorräte für den heimischen Gefrierschrank. Hinter dem großen Fenster formen Chen, Bing und Su die Teigtaschen einzeln von Hand, die Preise liegen zwischen 5 und 7 € für 4 Dim Sum. Star der Karte sind Mrs. Chens „Blue Pearls“: zarte Garnelenteigtaschen in leicht bläulich schimmerndem Reisteig, inspiriert von kantonesischen Har Gow und einer Kindheitserinnerung aus Chens Heimat Zhejiang. Dazu kommen Shanghai-Teigtaschen mit Schweinefleisch, Ingwer und Sichuan Pfeffer, Shou Mai mit Shiitake und Lachskaviar, kräftige Rindfleisch-Teigtaschen sowie eine vegetarische Variante mit Tofu, Gemüse und Glasnudeln. Wer lieber zu Hause dämpft, findet auch tiefgefrorene Sorten wie „White Chicken“, „Pink Lamb“ oder „Orange Prawns“ in Packungen zu fünf (8,25 €), zehn (16 €) oder zwanzig Stück (30 €).

Yumcha Heroes Manufaktur, Dunckerstraße 60, Prenzlauer Berg, www.instagram.com/yumcha_heroes


FINE DINING IST NICHT TOT. Ein Statement von Thomas Bühner


Bruno Verjus’ Ankündigung, sein Pariser Zwei-Sterne-Restaurant Table am 22. Dezember 2026 zu schließen, hat die Debatte um die Zukunft von Fine Dining neu entfacht. Mit dem Satz „Fine dining is dead“ kritisiert der Koch vor allem ein System, in dem außer­gewöhnliche Küche und aufwendiger Service zunehmend nur einem kleinen Kreis offenstehen; das Menü im Table kostete zuletzt 480 Euro ohne Getränke.
Berlin kennt diese Diskussion längst. Vadim Otto Ursus hat sie im EssPress kritisch beleuchtet, Kristiane Kegelmann im Tagesspiegel aus einer weiteren Perspektive beschrieben: Gastronomische Relevanz entsteht heute nicht nur im Sterne-Restaurant. Sie zeigt sich auch in zugänglichen, eigenständigen Orten, in neuen Formen von Gastlichkeit und in Küchen, die Qualität ohne die vertrauten Codes der Hochgastronomie denken.
Thomas Bühner, langjähriger Drei-Sterne-Koch und Patron des LA VIE by thomas bühner in Düsseldorf, sieht darin keinen Grund, Fine Dining abzuschreiben. In seinem persönlichen Statement erklärt er, was das Format weiterhin kann – und weshalb es sich verändern muss, wenn es in einer vielfältigeren gastronomischen Öffentlichkeit bestehen will.

Foto: Kirchgasser Photography Thomas Bühner
Thomas Bühner:
„Fine Dining ist nicht tot. Aber Fine Dining muss sich immer wieder die Frage stellen,
warum es existiert.

Ich kann Bruno Verjus gut verstehen, wenn er sagt, dass er Menschen erreichen und nicht nur für wenige kochen möchte. Trotzdem glaube ich nicht, dass daraus folgt, dass Fine Dining keine Zukunft mehr hat. Im Gegenteil: Gerade in einer Welt, die immer schneller, digitaler und flüchtiger wird, bekommt das bewusste gemeinsame Essen für mich eine neue Bedeutung.
Ein Abend in einem Restaurant wie dem LA VIE by thomas bühner besteht nicht nur aus dem, was auf dem Teller liegt. Es geht darum, sich Zeit zu nehmen. Zwei, drei oder vier Stunden an einem Tisch zu sitzen. Sich zu unterhalten. Gemeinsam zu lachen. Einen Wein zu entdecken. Über einen Geschmack zu sprechen. Vielleicht sogar einmal das Telefon zu vergessen. Für mich ist das ein Luxus, der heute fast wertvoller geworden ist als manches materielle Produkt: Zeit, Aufmerksamkeit und Geselligkeit.
Natürlich müssen wir dabei auch über Preise sprechen. Ein Fine-Dining-Restaurant ist teuer. Unser Menü kostet im LA VIE 186 Euro für vier Gänge beziehungsweise 238 Euro für sieben Gänge. Das ist viel Geld, und ich möchte das auch gar nicht kleinreden. Aber hinter diesem Preis stehen nicht nur sieben Teller. Dahinter stehen hoch­wertige Produkte, viele Stunden Vorbereitung, ein großes Team aus Küche und Service, Handwerk, Wissen, Ausbildung, Weinberatung, Atmosphäre und eine Form von Gastfreundschaft, bei der sich Menschen mehrere Stunden ausschließlich um sehr wenige Gäste kümmern.
Deshalb glaube ich, dass wir als Branche einen Fehler machen würden, wenn wir Fine Dining nur über die Zahl der Gänge, Sterne oder den Preis definieren.

Fine Dining bedeutet für mich nicht Überfluss. Es bedeutet Sorgfalt.

Nicht möglichst viele Techniken. Nicht möglichst spektakuläre Inszenierungen. Nicht ein Menü, das beweisen möchte, wie intelligent der Koch ist. Sondern ein außergewöhnlich gutes Produkt, ein klarer Geschmack, ein herzlicher Service und ein Abend, an den man sich erinnert.
Vielleicht wird es künftig weniger Restaurants geben, die dieses Erlebnis anbieten. Vielleicht werden Menüs kürzer. Vielleicht wird Fine Dining spontaner, zugänglicher und weniger förmlich. Das wäre für mich aber nicht sein Tod. Das wäre seine Evolution.
Denn Menschen werden auch in Zukunft besondere Momente feiern wollen. Geburtstage, Freundschaften, Verlobungen, Erfolge – oder einfach einen Abend miteinander. Und solange Menschen das Bedürfnis haben, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen, gut zu essen, gute Gespräche zu führen und für einige Stunden den Alltag hinter sich zu lassen, wird es auch einen Platz für Fine Dining geben.
Vielleicht müssen wir daher nicht fragen: Ist Fine Dining tot? Die bessere Frage ist: Was muss Fine Dining heute sein, damit es relevant bleibt? Und meine Antwort darauf ist ziemlich einfach:

Weniger Effekt. Mehr Geschmack.
Weniger Ego. Mehr Gast.
Und vor allem: mehr gemeinsame Zeit.“

Berlin Food Network

Es ist geschafft: Was bei einem Gespräch im kleinen Kreis von Frauen – typischerweise bei einem Dinner – thematisiert wurde, hat nach zwei Jahren einen erfolgreichen Schritt nach vorne gemacht. Am Montag­abend, den 17. August, wurde das Berlin Food Network e. V. im Michel­berger Restaurant in Friedrichshain gegründet und gefeiert. Rund 100 Gäste aus Gastronomie, Food-Hand­werk, Handel und Start-ups kamen zusammen, um die Idee hinter dem neuen Verein kennenzulernen und sich mit Kolleginnen und Kollegen aus der Branche auszutauschen. Berlin bekommt eine gemeinsame Stimme für seine Food-Szene! Berlin zählt international zu den span­nendsten Food-Städten der Welt. Vom Imbiss bis zum Sternerestaurant, von der Manufaktur bis zum Start-up: Die Stadt lebt von ihrer kulinarischen Vielfalt. Gleichzeitig steht die Branche unter Druck. Steigende Kosten, Fachkräftemangel und eine schwächere touristische Nachfrage stellen viele Betriebe vor große Herausforde­rungen. Genau hier setzt das Berlin Food Network an. Der Verein will Akteurinnen und Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammenbringen: Gastronomie, Food-Handwerk, Handel, Produzentinnen und Produzenten sowie Start-ups. Ziel ist es, die Vielfalt der Berliner Food-Szene gemeinsam sichtbar zu machen, auf Deutsch und auf Englisch. „Zum ersten Mal spricht die ganze Bandbreite der Berliner Food-Szene mit einer gemeinsamen Stimme. Sichtbarkeit entsteht, wenn wir uns vernetzen und unsere Vielfalt gemeinsam erzählen“, sagt Ben Pommer, Vorstandsvorsitzender des Berlin Food Network e. V.
Der zehnköpfige Vorstand arbeitet derzeit ehrenamtlich. Damit aus der Initiative ein professionell aufgestelltes Netzwerk wird, sucht der Verein in den kommenden Wochen Unterstützung für den Aufbau operativer Strukturen. Finanziert wird die Startphase aktuell durch Mitgliedsbeiträge. Zusätzlich wurde eine GRW Netz­werkförderung der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft bewilligt. Der Förderzeitraum soll voraussichtlich im Oktober 2026 starten. Mitmachen können ab sofort Gastronominnen und Gastronomen, Manufakturen, Händlerinnen und Händler, Produzentinnen und Produzenten sowie Start-ups aus dem Berliner Food-Bereich.
Weitere Informationen gibt es auf der Website.

Berlin Food Network, www.berlinfoodnetwork.de


Foto: Adam Houzvicka Le Faubourg

Mit vier Signature Cocktails und Drinks feiert das Le Faubourg den Sommer. Die Terrasse des Fine-Dining-Restaurants lädt mitten in der City West dazu ein, den Alltag zu vergessen. Geschützt hinter großen Oleandergewächsen genießen die Gäste die entspannte Atmosphäre mit einem Juwel im Glas (15 €, Foto), bei dem Grape Skin Chardonnay Vodka auf Himbeere und Eiweißschaum trifft. Der Yuzu-Mojito (16 €) bringt die spritzige Säure vom Yuzu-Sake mit den exotischen Aromen von Kaffir-Limette und Sternfrucht zusammen. Außerdem stehen ein The New Magarita (16 €) mit Tequila, vanilligem Licor 43 und Rosenblütenaroma sowie ein Another Gin Tonic (13 €) mit frischer Orange, Kakaonote und Another Hendrick’s Gin bereit. Wer mag, gönnt sich danach noch Highlights aus der französischen Küche, die im Le Faubourg modern und leicht mit heimischen Zutaten serviert werden.

Le Faubourg, Augsburger Straße 41, Charlottenburg, www.lefaubourg.berlin


Verōnika

Der Sommer hält Einzug im Fotografiska Berlin: Mit saisonalen Gerichten im Restaurant Verōnika und neuen Bar-Kreationen in der Bar Clara bietet das Haus den idealen, klimatisierten Rückzugsort, um der Berliner Sommerhitze zu entkommen. Im Restaurant Verōnika bringt das neue Sommermenü frisches Gemüse, helle Kräuter und klare Aromen auf den Teller. Ergänzt wird das Angebot durch das „Adult Happy Meal“, eine exklusive Interpretation eines Klassikers für Erwachsene mit Burger, Pommes, Martini oder Champagner. In der Bar Clara sorgen kreative Tequila-Kreationen und ausgewählte Bites für den passenden Rahmen an warmen Sommerabenden. Den Auftakt des Sommermenüs bilden Burrata mit Ofenkohlrabi, Johannisbeeren und Piemonteser Haselnüssen (Foto) oder ein 64°-Ei mit Pfifferlingen und Frankfurter Grüner Sauce. Als Hauptgang stehen Ochsenfilet mit Mangold-Kimchi und Fenchelsalat oder eine vegetarische Komposition aus Artischocke, Panisse, Brinjal-Aubergine und Senfsaat zur Wahl. Zum Abschluss stehen zwei Desserts zur Auswahl: „Verōnika’s Heiße Liebe“ mit Kirschen, Sorbet und Sesamtuile oder marinierte Erdbeeren mit Tonkabohneneis.

Verōnika und Bar Clara im Fotografiska, Oranienburger Straße 54, Mitte,
www.veronikaberlin.com, barclara.fotografiska.com


Foto: Moritz Nowak YOU.Berlin

Ein neues Konzept mit bewährtem Küchenteam. Ab sofort verbindet das ehemalige Heritage Restaurant, Bar und sozialen Treffpunkt miteinander. Im Mittelpunkt steht ein offener, flexibel nutzbarer Ort, der sich vom Frühstück bis in den Abend hinein unterschiedlichen Situationen und Gästen anpasst. Der Name ist Programm: YOU = DU. Die Atmosphäre ist persönlich, direkt und bewusst unkompliziert. Statt steifer Fine-Dining-Strukturen setzt YOU auf eine Haltung, die urban, locker und zugleich hochwertig ist. Gäste sollen sich angesprochen fühlen – durch Kommunikation, Design und die Art, wie der Raum genutzt werden kann. Ob Date, Business-Meeting, spontanes Treffen mit Freunden oder ein Drink an der Bar: YOU ist ein Ort, der sich dem Anlass anpasst. Das Angebot richtet sich an lokales Publikum ebenso wie an Hotelgäste. Das Konzept funktioniert über den gesamten Tag. Morgens beginnt YOU mit Frühstück und geht über in ein leichtes Mittagessen; am Nachmittag wird der Raum zum entspannten Treffpunkt, bevor er am frühen Abend in eine lebendige Afterwork-Atmosphäre übergeht. Später entwickelt sich YOU zu einem Mix aus Restaurant, Bar und Lounge – mit moderner Küche, einem starken Fokus auf Drinks und einer Stimmung, die sich bis in die Nacht hinein entfalten kann. Kulinarisch verbindet YOU internationale Gerichte mit klassischen Elementen und einer spielerischen Leichtigkeit. Die Küche ist hochwertig, aber nicht formell.

YOU.Berlin im Hotel Luc, Charlottenstraße 50, Mitte, www.you-berlin.de


Foto: William Krause Dufte

Dufte ist ein Ort ohne Eintritt und ohne Verzehrzwang: Im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Kant-Garagenpalasts betreiben vier unabhängige Küchen, zwei Bars, ein Café, ein Biergarten und eine Galerie einen gemeinsamen Ort. Geöffnet ist dienstags bis samstags, vom frühen Morgen bis Mitternacht, bei Sonne sitzt man draußen auf 300 Quadratmetern Biergarten, bei Regen auf rund 1.000 Quadratmetern Innenfläche. Das „Café Dufte“ öffnet ab 8.30 Uhr unter anderem mit Stullen auf Sauerteigbrot vom Domberger Brot-Werk. Die vier Küchen und beide Bars öffnen ab 11.30 Uhr. Dienstags bis freitags bieten alle vier Küchen einen Mittagstisch für 10 € an: handgemachte Pasta bei „Mani in Pasta“, levantinische Küche bei „Abuya – Hummus Culture“, indisch-mexikanische Fusion bei „The Curried Cactus“ und moderne deutsche Küche bei „tacho“. Und am Dufte-Tresen stehen acht Biere vom Hahn zur Auswahl, ausschließlich von kleinen, unabhängigen Brauereien. Samstags zwischen 15 und 18 Uhr gibt es die Berliner Auster: Austern mit Sekt oder Mettbrötchen mit Fassbier. Die „Galerie POLLAK“ zeigt im vorderen Teil der Fläche monatlich wechselnde Ausstellungen, eröffnet jeweils mit einer Vernissage. Hinzu kommen Artist Talks und Pop-up-Formate.

Dufte im Kant-Garagenpalast, Kantstraße 127, Charlottenburg, www.dufteberlin.com


Foto: Claudia Gödke Brot & Austern

Zwischen Sauerteigbrot und Sterneküche, Streetfood und Fine Dining. Mit Brot & Austern startete Food-Expertin Felicitas Then am 29. Juni einen Podcast, der sich den großen und kleinen Fragen der Gastro-Welt widmet – und dabei genussvoll zwischen Hype und Handwerk pendelt. Nach Reisen in über 60 Länder nimmt Then aktuelle Food-Trends unter die Lupe: Was bleibt, was kann weg? Antworten sucht sie im Gespräch mit Gästen aus der Szene. Zum Auftakt trifft sie „DJ Alle Farben“ und diskutiert, ob auf Festivals künftig mehr als Currywurst und Pommes auf den Teller kommt. Weitere Folgen widmen sich der neuen chinesischen Küche mit Food-Bloggerin Sissi Chen, der Ästhetik moderner Caterings mit „Studio Schmaus“ sowie der Frage, wie relevant Michelin-Sterne im Zeitalter von Social Media noch sind – diskutiert mit „Sternefresser“ Kai Mihm. Der Podcast richtet sich an alle, die sich für Essen begeistern – vom Branchenprofi bis zum neugierigen Foodie. Neue Folgen erscheinen montags im Zweiwochenrhythmus auf allen gängigen Plattformen, zusätzlich auch als Video auf YouTube.

Brot & Austern, der Gastro-Trend-Podcast mit Felicitas Then, www.youtube.com/felicitasthen


Foto: Luis Koppelkamm Barkin’s Fine Diner

Was einst mit Pop-up-Dinnern begann, hat sich zu einer vielseitigen kulinarischen Marke entwickelt – von Catering über Museumsgastronomie bis hin zu Consulting. Herzstück bleibt die Barkin’ Kitchen, die nun ein neues Kapitel aufschlägt. Zum 12-jährigen Jubiläum erweitert Bark Berlin sein gastronomisches Angebot. Die Barkin’ Kitchen in Kreuzberg öffnet ab diesem Monat erstmals auch abends – als Barkin’s Fine Diner. Für das Abend­konzept zeichnet Küchenchef Jan Rzehak verantwortlich (Foto, links, mit Antonio Rilling und Frederik Jagla). Der 37-Jährige, ausgebildet im Fischers Fritz unter Christian Lohse, war unter anderem im Cookies Cream, Tisk sowie zuletzt im Faelt tätig. Seine Küche setzt auf hochwertige Produkte, Saisonalität und eine kreative, zugleich zugängliche Handschrift. Auf der Terrasse oder im kühlen Innenraum wird donnerstags und freitags ab 18 Uhr eine wechselnde À-la-carte-Karte mit international inspirierten Gerichten zum Teilen serviert. Beispiele sind Senfeier im Onsen-Style mit Schaum und Buchweizen, Rhabarber-Ceviche mit Buttermilch und Wildkräutern oder eine Pastrami-Stulle mit Kraut und Senf. Hauptgerichte wie Short-Rib-Gulasch mit Zwiebeln und Kartoffelschaum oder der scharfe Sellerie-Döner mit Kräutern und Knoblauch ergänzen das Angebot. Vorspeisen starten bei unter 16 €, Hauptgerichte liegen bei rund 19 €. Und mit dem Code Finewining wird ein Glas Wein oder alternativ ein Aperitif zum Ankommen ausgeschenkt – einfach das Passwort der netten Bedienung geben.

Barkin’ Kitchen, Glogauer Straße 7, Kreuzberg, www.barkberlin.com


Kebap with Attitude

KWA zum Zweiten! Kebap with Attitude hat nach Mitte nun auch im Bergmannkiez in Kreuzberg eröffnet und bringt damit sein New-Wave-Verständnis des Klassikers in einen der härtesten Döner-Kieze der Stadt. Auf die Hand gibt es hier zwar immer noch, aber mit deutlich mehr Anspruch: Freilandfleisch, hausgemachte Saucen, vegetarische und vegane Optionen sowie ein insgesamt eher nach Casual Dining als nach Imbiss klingendes Konzept. Der Döner kommt raus aus der schnellen Ecke – und bekommt mehr Bühne. Das zeigt sich auch im Raum: Statt Drehspieß-Charme setzt der neue Standort auf ein reduziertes, designorientiertes Interieur, ergänzt durch eine Terrasse für sonnige Tage.

Kebap with Attitude,
Bergmannstraße 5, Kreuzberg (im Innenhof, die Rolltreppe hoch), www.kebapyourlife.de


Foto: Selina Schrader Facil

Zum 25-jährigen Jubiläum blickt das Berliner 2-Sterne-Restaurant FACIL nicht nur zurück, sondern macht seine Geschichte erstmals auch hörbar. Mit dem Podcast 25 Jahre FACIL – 2 Sterne und ein Team startete im Juni eine sechsteilige Reihe über eines der beständigsten Restaurantteams der Stadt. Seit der Eröffnung im Jahr 2001 im The Mandala Hotel am Potsdamer Platz steht das FACIL für Kontinuität in einer sonst schnelllebigen Branche. Schlüsselpositionen sind hier seit vielen Jahren – teils seit Beginn – konstant besetzt, darunter Küchenchef Joachim Gerner, Patissier Thomas Yoshida, Restaurantleiter Manuel E. Finster, Sommelier Felix Voges und Küchendirektor Michael Kempf. Im Zweiwochenrhythmus spricht der Berliner Journalist und Radiomoderator Reiner Veit (Foto, Mitte) mit prägenden Persönlichkeiten des Hauses über Anfänge, Entwicklungen und die besondere Zusammen­arbeit hinter den Kulissen. Den Auftakt bilden Gespräche mit den Geschäftsführern Lutz Hesse (links) und Christian Andresen (rechts) über die Entstehung des Restaurants. Weitere Folgen widmen sich unter anderem Küche, Patisserie sowie Service und Sommelerie. Die rund 30 bis 45 Minuten langen Episoden sind auf gängigen Podcast-Plattformen sowie über die Website des FACIL zu hören.

FACIL, Potsdamer Straße 3, Tiergarten, www.facil.de


Foto: BRLO Crispy Chicken Burger

BRLO Charlottenburg nimmt das Mittagessen ernst. Ab sofort gibt es von Dienstag bis Freitag von 12 bis 15 Uhr einen festen Lunch-Deal für 12 € – Essen und Getränk inklusive. Was bislang nur freitags möglich war, wird damit zum wöchentlichen Ritual. Auf der kompakten Karte stehen fünf Optionen im typischen BRLO-Comfort-Food-Stil: vom Viertel-Hähnchen über Crispy Chicken Burger und Caesar Salad bis zu Fried Chicken oder Cauliflower Wings, jeweils mit Beilage. Dazu kommt ein BRLO-Getränk nach Wahl, etwa Bier, Cider, Fassbrause, Kombucha oder ein Softdrink.

BRLO Charlottenburg, Giesebrechtstraße 15, Charlottenburg, www.brlo.de/gastronomien/brlo-charlottenburg


Foto: © Osmans Töchter Osmans Töchter

In der Pappelallee im Prenzlauer Berg begann vor 14 Jahren die Geschichte von Osmans Töchter. Das Restaurant hat sich seither zu einer der prägendsten Adressen für türkische Küche in Berlin entwickelt. Die Gründerinnen Arzu Bulut und Lale Yanık stellten sich über Jahre den Herausforderungen der Branche, bis Yanık beschloss, einen anderen Weg einzuschlagen. Die Verbindung bleibt: Sie ist weiterhin Teil der Geschichte von Osmans Töchter. Heute führt Arzu Bulut Osmans Töchter allein weiter – und schlägt ein neues Kapitel auf. Auf dem Gelände der historischen Bötzow-Brauerei an der Prenzlauer Allee eröffnet sie den bislang größten Standort. Eine konsequente Weiterentwicklung: größer gedacht, tiefer verwurzelt. Auch visuell wird dieser Schritt sichtbar. Das überarbeitete Markenbild und das neue Logo, in dem die Şahmaran eine zentrale Rolle spielt, bringen auf den Punkt, wofür Osmans Töchter heute steht: ein Ort mit klarer Herkunft und offenem Blick nach vorn. Nah an der gewachsenen Community, zugleich offen für ein breiteres Publikum. Das neue Restaurant bietet ein lichtdurchflutetes Ambiente mit rund 100 Sitzplätzen im Gastraum, eine eigene Bar mit etwa 25 Plätzen sowie eine Außenterrasse mit Blick auf den Berliner Fernsehturm.

Osmans Töchter in der Bötzow-Brauerei, Prenzlauer Allee 242-247, Prenzlauer Berg, www.osmanstoechter.de


Foto: Marie Staggat Der Kleine August

So viel Weinbar war in Berlin noch nie – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Stadt das Ausgehen nicht verlernt hat: sich bei Wein und kleinen Gerichten zu treffen, zu reden, zu genießen. Jüngster Beweis ist Der Kleine August, eine französisch geprägte Weinbar direkt neben Clärchens Ballhaus. Die räumliche Nähe ist kein Zufall. Verantwortlich zeichnet die Berlin Hospi­tality Group, die auch das Clärchens, die Gastronomie des Fotografiska sowie das Ember betreibt. Im jüngsten Projekt der Gruppe zeigt sich eine klare, pragmatische Philosophie: Präsentiert wird das Beste aus der Wein­welt – mit Fokus auf Handwerk, Herkunft und Charakter. Dazu gibt es eine kleine, präzise gesetzte Speisen­auswahl, die jedes Glas begleitet. Der Kleine August ist kein Ort der Eile, sondern einer für Entdeckungen, Gespräche und Weine, die man sonst kaum findet.

Der Kleine August, Auguststraße 23, Mitte, www.derkleineaugust.de, Mo-Sa ab 17 Uhr


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